MINDHACK - wie du dich besser präsentierst

September 27, 2018

Im Mittelpunkt zu stehen oder eine Präsentationsangst kann sich in verschiedenen Formen zeigen:

·        Angst vor Einzelpräsentationen

·        Angst vor Produktvorstellungen

·        Angst vor Gruppenpräsentationen

·        Angst vor Interviewsituationen

·        Angst vor Vorführungen, Auftritten, Reden, etc.

Die Angst zu versagen, von anderen ausgelacht oder abgelehnt zu werden, ruft unterschiedliche Symptome hervor. Obwohl die betroffene Person, meist in anderen Kontexten kein Problem hat zu reden, ändert sich dies, wenn dies vor einem größeren Publikum vorgetragen wird.

Bekannt auch als Lampenfiber, sind die Symptome vielseitig. Von Sprachlosigkeit, keinen Ton herausbringen können, den Faden verlieren, verhaspeln, stottern oder starke körperliche Symptome wie Schlafstörungen, gereizt sein, Konzentrationsstörungen, Wortfindungsstörungen, verkrampft sein, Anspannung, schwitzen, zittern, Schwindel, Harndrang, Durchfall, Mund Trockenheit, bis hin zum Herzrasen.

Warum?

Der Körper reagiert auf das autonome Nervensystem, welches bei Angst Adrenalin und weiterer Stresshormone ausschüttet, die die individuellen Symptome hervorrufen. Auf der unserer Rationalen Ebene scheint der Präsentationsangst vielleicht unlogisch, aber auf einer Unbewussten Ebene ist es sogar eine nützliche Fähigkeit, uns vor Gefahrensituationen zu warnen und in Alarmbereitschaft zu sein. Das tut der Körper über die Ausschüttung der Stresshormone.

Wir Menschen reagieren immer noch nach prähistorischen Verhaltensmustern, die wir uns über die vielen Millionen Jahre - die wir als Lebewesen und als Gattung Mensch existieren- angeeignet haben und uns das Überleben sichern. Dazu zählt nicht nur die Flucht vor gefährlichen Tieren, es betrifft auch unsere sozialen Fähigkeiten – die auch Hierarchien und Rangordnungen bestimmen.

Aufgrund von negativen Erfahrungen oder Erinnerungen können solche unbewussten Verhaltensmuster aktiviert werden.

Die Lösung?

Es gibt unterschiedliche Ansatzpunkte.

  • Beim Mentaltraining arbeitet man unter anderem mit Affirmationen um in eine „I can!“ Zustand zu kommen.

  • Mit dem Worstcase Szenario arbeiten. Nach dem Motto: ist das Problem einmal erkannt, ist die Gefahr gebannt. Das Szenario wird bis zum Ende durchgespielt, in dem man bis zum bitteren Ende die Fragen beantwortet: Was ist das Schlimmste was mir passieren kann? Der nächste Schritt besteht darin, für die möglichen Eventualitäten einen Maßnahme Katalog zu erstellen. Vielleicht bedeutet es noch ein Coaching zu absolvieren, oder Spickzettel zu erstellen usw.

  • Mit der Siegeshaltung bewegt man den Körper – und somit dem Autonomen Nervensystem – bestimmte Glückshormone auszuschütten. Diese benötigen wir, um erfolgreich sein zu können. Mit dieser Hormonausschüttung kommt Entspannung, Kreativität, Gelassenheit und Humor in unseren Geist.  

  • Entspannung ist das A und O. Diese erreichen wir über verschiede Atemtechniken, Selbsthypnose, Autogenem Training, Qigong und vielen anderen. Sind sin in der Lage sich auf den Punk hin zu entspannen, können sie kreativ Techniken einsetzen die wahren Wunder bewirken und ein Erfolgsrezept sind.

Aus diesem Grund ist die Hypnose ein wunderbares Instrument an ihrer erfolgreichen Präsentation zu arbeiten. Wir erreichen durch sie die notwendige Entspannung, trainieren die erforderliche körperliche Haltung und schaffen dadurch die entscheiden Grundlage für das Imaginieren. Das Imaginieren in der Hypnose ist wie ein Auftrag an das Angstzentrum – auf eine bestimmte Art und Weise -mit der zukünftigen Situation umzugehen. Also eine MINDHACK.  Das Unbewusste ist immer im Wachstum und immer daran interessiert Situationen und Verhalten zu Automatisieren und Kategorisieren. Sein bestreben ist Effizienz und einen harmonische ausgeglichen geistige Zustand herzustellen, in dem am wenigsten Energie verbraucht wird.

Wir können es mit der niedlichen Metapher beschreiben, wo der Hase den Bären fragt, ob er von der Todesliste gestrichen werden kann.

 

Im Wald herrsch Angst, weil der Bär eine Todesliste hat. Als das Wildschwein ängstlich fragt, ob er auf der Todesliste steht, antwortet der Bär mit „ja“. Am darauffolgenden Tag fand man das Wildschwein Tod im Wald. Die Angst wurde noch größer. Der Elch hält die Angst nicht mehr aus und fragt auch der Bär, ob er auf der Todesliste stehe. Und auch hier antwortet der Bär mit „ja“. Und wie es die Liste voraussagt und erahnen lässt, wird auch der Elch am nächsten Tag Tod aufgefunden. Dann sammelt der kleine Hase all seinen Mut zusammen und geht zum Bären, um zu erfahren ob er auch auf der Liste steht. Seine Erwartung wurde bestätigt, denn auch hier antwortet der Bär mit „ja“. Der kleine Hase sammelt sich für einen Augenblick, atmet tief durch und nimmt all seinen Mut zusammen und fragt den Bären: „sag´ Bär, kannst du mich von der Liste streichen?“ und der Bär antwortet „ja!“.

 

Je nach Vorgeschichte des Betroffenen, kann neben der Hypnose auch das EMDR als Coaching helfen. Insbesondere, wenn es bekannte oder auch unbewusste traumatische Erfahrungen in Bezug auf Kommunikation oder zwischenmenschliche Erfahrungen gegeben hat. Sind traumatische Erlebnisse die Ursache für die Präsentationsangst, heißt es: diese Traumata aufzulösen. Nach dem das Trauma aufgelöst ist, hat der Betroffen wieder die Möglichkeit auf adäquate Verhaltensmuster, die er im laufe seines Lebens gelernt hat zu zugreifen. Dann kann die Präsentation mit einem angemessenem Stresspegel absolviert werden.   Was du tun kannst? - Schau mal hier!

 

Und wie bei allen Fertigkeiten gilt: Übung macht den Meister.  Je öfter man sich der Präsentation stellt, desto mehr wächst das Selbstvertrauen und das souveräne Auftreten.

 

Sagst du dem Lampenfieber, Ade – ist dein Charisma okay!

 

Herzlichst eure Martina Kütter

 

 

 

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